Wie werden O-Ringe hergestellt?


Die Herstellung von O-Ringen ist ein präziser Prozess, bei dem Elastomere durch Vulkanisation in geschlossenen Formen verarbeitet werden. Ziel ist eine nahtlose, maßhaltige Dichtung mit gleichmäßiger Materialstruktur. Je nach Einsatzgebiet erfolgt die Werkstoffwahl individuell – typischerweise kommen Kautschuke wie NBR, FKM oder EPDM zum Einsatz.

Herstellverfahren im Vergleich:
Für die Serienfertigung kleinerer und mittlerer O-Ringe wird das Spritzgießverfahren bevorzugt. Dabei wird das Material plastifiziert und unter Druck in eine Form eingespritzt, wo es unter Hitze vulkanisiert. Dies ermöglicht kurze Zykluszeiten und hohe Reproduzierbarkeit. Bei großen O-Ringen oder kleinen Stückzahlen kommt das Kompressionsverfahren zum Einsatz: Hier wird der Rohling manuell eingelegt und durch Druck in Form gebracht. Beide Verfahren garantieren eine homogene Vernetzung ohne Trennnähte.

Sonderlösungen und Qualitätssicherung:
Für sehr große Durchmesser oder Sonderanforderungen werden O-Ringe aus nicht vulkanisierten Schnüren stoßvulkanisiert. Unabhängig vom Verfahren sind enge Toleranzen (nach ISO 3601) sowie Oberflächenqualität entscheidend. Prüfungen wie Maßkontrolle, Härtemessung und Sichtprüfung sichern die Qualität – unterstützt durch moderne Prüftechnik und automatisierte Sortierprozesse.

Unsere Fertigung ist auf normgerechte Präzisions-O-Ringe spezialisiert. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl von Werkstoff und Verfahren für Ihre Anwendung.