Welche Fertigungsverfahren für O-Ringe gibt es?
Zur Herstellung von O-Ringen aus Elastomeren werden hauptsächlich zwei Verfahren eingesetzt: Kompressionsverfahren (Compression Molding) und Spritzgussverfahren (Injection Molding). Beide dienen der präzisen Fertigung langlebiger Dichtelemente, unterscheiden sich jedoch in Effizienz, Werkzeugkosten und Serienfähigkeit.
Beim Kompressionsverfahren wird ein Rohling manuell in eine offene Form eingelegt, dann unter Druck und Wärme vulkanisiert. Dieses Verfahren eignet sich besonders für kleine Stückzahlen und Materialien mit begrenzter Fließfähigkeit. Vorteile: geringe Werkzeugkosten und hohe Flexibilität – jedoch mit längeren Zykluszeiten.
Das Spritzgussverfahren ist ideal für große Serien kleiner bis mittlerer O-Ringe. Hier wird das Material unter Druck in ein z.T. Mehrkavitätenwerkzeug eingespritzt und dort vulkanisiert. Vorteile sind kurze Taktzeiten, hohe Maßhaltigkeit und automatisierte Fertigung bei konstant hoher Qualität.
Sonderverfahren und Auswahlkriterien:
Für Spezialanforderungen gibt es Varianten wie Stoßvulkanisation z. B. bei sehr großen Durchmessern oder geklebte O-Ringe aus extrudierten Schnüren. Diese Lösung ist allerdings im Bereich der Verbindungsstelle mechanisch, als auch von der Beständigkeit her schwächer als nahtlos gefertigte Ringe.
Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt ab von Stückzahl, Bauteilgeometrie, Werkstoffeigenschaften und Qualitätsanforderungen.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl – von der Prototypenfertigung bis zur Serienproduktion.


